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„Abgedreht!“




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Provocales neues Programm mit Songs aus Filmen von 1930 bis 2004

Von der Idee zum Programm

Im Frühjahr 2012 beschließt provocale, ein neues Programm auf die Beine zu stellen, diesmal mit dem Schwerpunkt „Film“. Doch wie soll ein solches Programm aussehen? Wenn wir heute an Filmmusik denken, haben wir entweder die großen Scores oder die vielen und bekannten Songs aus Filmmusicals im Kopf. Die populären Programme mit Filmmusik werden deshalb von großen Orchestern aufgeführt oder beinhalten im wesentlichen Songs aus Film- und Bühnenmusicals.

Wir hatten zunächst die Vorstellung, aus jedem Jahrzehnt zwischen 1930, dem Beginn der Tonfilm-Ära, und der Jetztzeit, Lieder auszuwählen, die auch für Filmgenres typisch sein sollten. Popularität war dabei aber nicht zwingend erforderlich, denn wir wollten auch dem politischen Film einen Raum geben oder den Unterhaltungsfilm kritisch hinterfragen. Auf Songs aus Filmmusicals wollten wir dabei bewusst verzichten, weil diese vielfach durch ständig wiederkehrende populäre Programme „verheizt“ worden sind.

Letztlich hatten wir eine Liste mit über 40 Stücken vorliegen, von denen wir die Hälfte wieder streichen mussten, um ein ca. 2-stündiges Liedprogramm auf die Beine zu stellen. Versammelt ist jetzt u.a. Musik von Charles Chaplin, Ennio Morricone, Cat Stevens, Hanns Eisler und John Williams, um nur einige zu nennen. Wir glauben, wir haben eine gute Auswahl getroffen, die Bekanntes, aber auch längst Vergessenes, auf die Bühne und zu Gehör bringt. Repräsentativ für die Filmmusik aus 80 Jahren können und wollen wir damit nicht sein, aber wir setzen Highlights mit einem Programm, das unterhaltsam, witzig und spannend sein wird!


Vom Programm zur musikalischen Umsetzung

Provocale macht sich mit den Mitteln eines 40-köpfigen mehrstimmigen Chores an die Verwirklichung eines Programms mit Musik aus Filmen und wird präsentieren: Viele A-cappella-Titel, einige Titel mit Solostimmen oder in Begleitung von Klavier und Akkordeon. Das bedeutet nicht unbedingt die „kleine Form“. Wir wissen: Ein Chor kann auch einen gewaltigen Sound entfachen!

Seit Mitte des Jahres 2012 sind wir jetzt bei den musikalischen Proben unter der Leitung von Martje Grandis. Die Stücke sind so ausgewählt, dass sie für die Sängerinnen und Sänger – und natürlich für das Publikum - ein möglichst vielfältiges musikalisches Spektrum bieten. Viele einstimmige, im Film von Solisten als Teil der Filmhandlung, im Vor- oder Abspann gesungene Lieder wurden in einer mehrstimmigen Fassung übernommen oder von Martje Grandis für provocale mehrstimmig gesetzt.
Nahezu alle Stücke sind jetzt durchgeprobt, an den musikalischen Feinheiten wird noch geschliffen. Die Proben werden intensiver, neben den üblichen 2 1/2 Stunden am Donnerstag Abend kommen Samstagsproben, teilweise für die Einzelstimmen, und eine Wochenendprobe im Alten Forsthaus Germerode dazu.
Neben dem genauen und ausdrucksstarken Singen mit den Notenblättern in der Hand folgt aktuell die Phase des Singens in Programmabläufen. Auch unser neues Programm wird ohne Noten, frei singend, präsentiert: die bisher größte Herausforderung bei 24 Songs, die alle für uns neu waren!
Wie auch schon bei unseren letzten Programmen wird uns Hartmut Schmidt am Klavier begleiten. Er steigt nach und nach in unsere Probenarbeit ein.


Auf die Bühne!

Wie wollen wir unser Programm präsentieren? Gibt es eine inhaltliche Klammer? Wie bewegen sich Chor und Solisten auf der Bühne und wie sind sie gekleidet? Es gab viele Ideen am Anfang, teilweise aus überbordender Phantasie geboren, aber leider: Manchmal schwierig umzusetzen. Wir sind keine Profis, verfügen auch ausstattungsmäßig eher über geringe Mittel. So verschwindet z.B. die Idee, Filmszenen nachzustellen, recht bald in der Versenkung.
Die Choreografiegruppe, bestehend aus fünf Chormitgliedern, berät seit Herbst 2012 über viele offene Fragen:
Ablauf und Zusammensetzung des Programms,
Szenische Extras zwischen den Songs,
Funktion des Chors und der Solisten im Bühnengeschehen,
daraus folgend Bühnenaufbau und Bekleidung.
Das alles in enger Abstimmung mit der Chorleitung, aber natürlich auch mit den Sängerinnen und Sängern. So erfolgen schon relativ früh Rückkoppelungen an den Chor. Szenen aus den unsrem Programm zugrunde liegenden Filmen werden angeschaut, um ein Gefühl für die Atmosphäre und die Entstehungszeit des Films zu bekommen. Später kommen sogenannte Choreografie-Proben, um Bewegungsabläufe zu testen und ggf. auch wieder zu verwerfen. Das gleiche geschieht mit den Vorschlägen zur Kostümierung. Das ist manchmal mühsam und aufwendig, aber so gelangen wir nach und nach zu einer realistischen, umsetzbaren Präsentation unseres neuen Programms, das von allen Beteiligten getragen wird.

Am 10. und 11. Oktober wird es soweit sein: Wir stehen auf der Bühne im Hotel Reiss in Kassel. Hier ist der Ort, wo wir schon einmal ein erfolgreiches Programm gezeigt haben und wo in den 50-er und 60-er Jahren nach großen Kasseler Filmpremieren die Kasseler Filmbälle stattfanden. Wir freuen uns schon jetzt auf die Premiere von „Abgedreht!“ und auf unser Publikum!

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